herzensschwer - federleicht

herzensschwer-federleicht
Bildrechte pixelio, Rainer Sturm

In der Kirche in Untermagerbein beteiligten sich über 40 Frauen mit Gesten und Bewegungen an der Predigt, die von Renate Ruf, Ingrid Strauss, Rosa Wersinger und Elfriede Eckhardt vorgetragen wurde.

Inhaltlich ging es um den Besuch von Maria Magdalena am Grab Jesu wie er im Johannesevangelium in Kapitel 20 in den Versen 11-18 nachzulesen ist. Marias Herz ist schwer auf dem Weg dorthin und wird nicht leichter als sie das Grab leer findet. Erst jene "Magdalenensekunde" (wie der schriftsteller Patrick Roth sie nennt) in der die Weinende und Jesus einander zugewandt sind, bringt den entscheidenden Wendepunkt. Indem sie den Auferstandenen erkennt, kann Maria selbst zum Leben auferstehen. Ja, da ist sie wieder: die Verbindung, die Beziehung; das, was mein Leben ausmacht. Der, der mich kennt, anerkennt, liebt und versteht, weist mir sogar jetzt den Weg. In dieser Sekunde wird aus herzensschwer plötzlich federleicht.

Den Segen spendete Pfarrerin Ulrike Brödel. Zum guten Gelingen trug der Kirchenchor Mönchsdeggingen unter Leitung von Bernhard Rost bei. Zur Erinnerung wurden traditionelle Türkränze verteilt, sowie ein weißes Band, das es am Karsamstag einzuflechten gilt.

Aus organisatorischen Gründen feierten das Team der Frauenbeauftragten des Dekanats Donauwörth den Gottesdienst, der für Laetare (freut Euch) vorbereitet worden war, statt am vierten bereits am dritten Sonntag in der Passionszeit. Dies erwies sich als gute Fügung, da die folgenden Gottesdienste wegen des Coronavirus alle ausfallen mussten.